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Kein Minusguthaben bei Prepaidkarten

Kein Minusguthaben bei Prepaidkarten

In zwei Verfahren, das durch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen angestrengt wurde, haben die Gerichte entschieden, das ein Prepaid-Konto nicht ohne Weiteres ins Minus rutschen darf.
Auch wenn die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Mobilfunkanbieter besagen, das ein Prepaid-Konto, das ins Minusgerutscht ist ausgeglichen werden muss, so müssen auch dann die Kunden dies nicht bezahlen. So die Entscheidung des Langerichtes München ( Az. 12 O 16908/12) und das Landgericht Frankfurt am Main (2-24 O 231/12).

Zu einem Minusguthaben kann es kommen durch die verspätete Abrechnung von z.B. Roaming-Gebühren oder Kosten für Sonderrufnummern. Mobilfunkanbieter behalten sich durch ihre AGB das recht vor diese verspätet abzurechnen und verlangen einen Ausgleich des Kontos. Dies ist laut den Gerichten eine unangemessene Benachteiligung der Kunden und daher sind solche Klauseln in den AGB unwirksam.

Volle Kostenkontrolle

Der Kunde holt sich eine Prepaidkarte um „volle Kostenkontrolle“ zu haben. Er muss nicht davon ausgehen, das ein Negativer Kontostand entstehen kann, sondern, das alle Gebühren vom Prepaidguthaben abgezogen werden. Laut dem Landgericht Frankfurt am Main wird hierdurch die „angebotene Leistung abgeändert“.

Nach den Richtern in München haben die Anbieter „durch technische Vorrichtungen dafür zu sorgen“, dass die Konten nicht ins Minus rutschen können. Sei dies aber nicht möglich, so müssen die Anbieter die Prepaid-Verträge ohne diese Leistungen anbieten, durch die es zu einem Negativkontostand kommen kann. Diese Leistungen können dann als Zusatzoptionen angeboten werden, für die sich der Kunde zusätzlich entscheiden muss und dann auch auf die Möglichkeit eines negativen Kontostandes hingewiesen wird.

Vor allem bei Anbietern ohne eigenem Mobilfunknetz soll es dazu kommen da diese die Daten erst später von den Netzbetreibern erhielten.

Wer also einen negativen Kontostand bei seiner Prepaidkarte hat, sollte sich mit Angabe der Aktenzeichen an seinen Mobilfunkanbieter wenden und ein Ausgleich fordern ohne eine Zahlung.

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